Mittwoch, 27. Oktober 2010
Amsterdam
Dieses Wochenende hatte ich endlich mal die Gelegenheit die Hauptstadt der Niederlande zu besichtigen. Ums gleich vorweg zu nehmen, es war legen-där! Samstag morgens um kurz vor sieben (manche auch kurz nach sieben) Uhr versammelte sich die Gruppe Auserwählter, die ein Ticket für die Wochenend-Exkursion ergattern konnten vorm Groninger Hauptbahnhof, um in aller Frühe mit dem Bus nach Amsterdam zu fahren.

Nach einer etwa zweistündigen Busfahrt machten wir kurz Halt an unserem Hostel, dass aus zwei Segelboten bestand, um unser Gepäck dort abzulegen. Dann gings per pedes Richtung Innenstadt, wo wir eine Bootstour durch die Kanäle von Amsterdam starteten. Leider war das Wetter den ganzen Tag äußerst bescheiden, so dass die Sicht durch die Scheiben nicht die Allerbeste war. Danach wurden wir zur nächsten Sehenswürdigkeit von Amsterdam geführt: Dem Rotlichtbezirk, der mitten in Amsterdam liegt und in dem sich zwei Kirchen befinden. Man bekommt den Eindruck, dass der Rotlichtbezirk als aller Erstes da war und Amsterdam einfach drumrum gebaut wurde. So tummeln sich Menschen aller Nationalitäten (und Altersgruppen) dort, von Kleinkindern im Kinderwagen über im Schnitt 12-jährige Schulklassen, bis hin zu älteren Herrschaften, die sich kaum noch auf den Beinen halten können.
Danach hatten wir erstmal ein paar Stunden Freizeit, um die Stadt auf eigene Faust zu erkunden, bevor wir uns abends wieder zum Essen in einer Pizzeria trafen, von wo aus wir ins Amsterdamer Nachleben stürzten. Zunächst war es echt schwer eine Bar zu finden die nicht völlig überlaufen war und wir waren froh nach halbstündiger Suche etwas gefunden zu haben. Allerdings stellten wir nach einer Weile fest, dass es in der kompletten Kneipe keine einzige Frau gab, außerdem wurde an der Wand nicht etwa Bier oder Schnaps angepriesen, sondern der Prosecco des Hauses. Also beschlossen wir nach 2 Bierchen die Lokalität doch wieder zu wechseln und landeten diesmal in einer Whiskeybar, in der man was-weiß-ich-wie-viele verschiedene Whiskeysorten zur Auswahl hatte.

Während einige aus meiner Gruppe dann beschlossen sich eine Peepshow anzuschauen beschloss ich die Möglichkeit wahrzunehmen, von unserem Bus abgeholt zu werden und mich direkt vor der Haustür absetzen zu lassen. Nachdem ich auf unserem Boot angekommen war erlebte ich allerdings eine etwas unangenehme Überraschung. Meine Kajüte hatte etwa einen m² + Stockbett.

Dennoch hatte ich eine im unteren Bett eine ganz angenehme Nacht, ganz im Gegensatz zu meiner „Mit-Ölsardine“, der auf dem oberen Bett einige Unannehmlichkeiten erdulden musste, (Undichtes Fenster, von dem es auf ihn tropfte, sowie mein klingelndes Handy, das mich allerdings nicht aus meinem Dornröschenschlaf geweckt hat.) weswegen er gegen 5 Uhr morgens beschloss in den Frühstücksraum umzuziehen. (Was mich ebenfalls nicht geweckt hat).
Am nächsten Morgen begrüßte uns – O Wunder – die Sonne, die sich aber recht schnell wieder hinter Regenwolken versteckte.

Danach folgte das Highlight des Trips: Der Besuch des Heinecken Museums. Falls ihr mal nach Amsterdam kommt, das ist ein absolutes Muss, besonders natürlich für die Biertrinker, auch wenn drei Freibier morgens um 11 nicht gerade zum allgemeinen Wohlbefinden beitragen, wenn man am Tag vorher unterwegs war.
Danach gabs noch einen 10 Euro Verzehrgutschein für das „La place“, wo man zwischen vielen verschiedenen Leckereien wählen konnte, (so lecker, dass man mit 10 Euro nicht so wirklich hinkam) um diese dann auf einer Dachterrasse mit Blick aufs Buffet zu genießen.


So das war mein legendäres Wochenende in Amsterdam, von der ich mich erst mal ne Weile erholen musste. Jetzt wartet erstmal die erste Klausurphase auf mich, bis zum nächsten Beitrag wird’s also wohl ne Weile dauern.

Ziens

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