Donnerstag, 25. November 2010
Wonen in Nederland
Hallo zusammen

Hab heute endlich mal wieder die Muse gefunden was zu schreiben. Na ja zumindest um ein paar Bilder von meiner Behausung hier in Groningen online zu stellen ;)
Zunächst mal mein Zimmer. Es ist nicht besonders groß aber alles notwendige ist da (Kühlschrank)



Links unter den Klamotten ist meine Couch, recht steht ein Schreibtisch und ein Stuhl und gemacht ist das Foto von meinem Bett aus. Außerdem bin ich hier stolzer Besitzer eines Wäscheständers, den ich ausgiebig nutze, da ich zum Bügeln zu faul bin. Hier das Beweisfoto:



So richtig gut erkennen kann man es auf dem nächsten Foto zwar nicht aber die Tatsache, dass hier in Holland Vorhänge, Rollos oder irgend ein anderer Sichtschutz eher unüblich sind ermöglicht mir mangels eigenem Fernseher zumindest bei meinen Nachbarn fernzusehen.



Kommen wir zum Rest der Wohnung, generell zu sagen ist, dass die Wohnung sehr „studentikoos“ ist, wie man es hier ausdrückt, renovierungsbedürftig oder baufällig wären wohl die besseren Begriffe. Allerdings hat der Vermieter auf Anfrage meines Mitbewohners angedeutet, dass hier nie mehr irgend was renoviert wird, da Abreißen mittlerweile deutlich billiger kommt! Der Zustand der Wohnung hier ist allerdings absolut üblich für eine Studentenbude, ich hab hier schon deutlich schlimmeres gesehen (Schimmel etc.). Insbesondere die „Verarbeitung“ von elktrischen Leitungen lässt einen immer wieder zweifeln sich in Mitteleuropa zu befinden. Auch der Boden ist zum Teil so wellig, dass ich mich ab und an frage, ob beim Verlegen irgend welches Zeug drunter liegen gelassen wurde.
Alles in allem lässt es sich jedoch gut aushalten und ich fühle mich sehr wohl, auch wenn ich hier sicher nicht mein ganzes Leben verbringen würde. (Außerdem bezweifel ich, dass das Haus so lange noch durchhält.)
Um hier zurechtzukommen bedarf es ein paar Regeln, so kann man auf der Treppe nicht aneinander vorbei laufen, also ist das hier im Haus klar geregelt:



Wer von unten kommt darf zuerst! Ich hab zwar kein Bild von der Treppe gemacht, aber glaubt mir sie ist steil und sehr schmal, das Schild hängt absolut zu Recht da.
Als nächstes kommen wir zur Küche, wobei ich das erste mal mit einem Gasherd koche, was eigentlich kein Problem ist, ich hoffe allerdings jeden Tag, dass er nicht in die Luft fliegt.



Letzten Monat hatten wir dort außerdem ein ungebetenes Haustier, was hier übrigens auch üblich ist. Als wir die Maus bemerkt haben, hat mein Mitbewohner als Erstes das schöne Buch „Der beste Ratgeber für unser Haustier“ gekauft.



Das unten heißt übrigens übersetzt „Alles über Auswahl, Pflege, Fütterung(!!!), Zucht und Erkrankungen. Letztlich ist sie aber dennoch in unsere Mausefalle getappt und (leider ziemlich qualvoll) verendet.



Zum Schluss nun zum absoluten Highlight der Wohnung, dem Badezimmer. Mein erster Besuch des Bades war bereits nach Sonnenuntergang, es war also schon stockfinster. Das Problem ist das man den Lichtschalter unmöglich finden kann wenn man nicht weiß wo er ist, nämlich hier.



Doch selbst der Lichtschalter knapp unter der Decke wird vom Duschabfluss klar in den Schatten gestellt. In der Dusche ist nämlich nicht einfach ein Loch im Boden, sondern seht selbst...




Das ist jetzt glaub ich tierisch lang geworden, also komm ich zum Schluss als letztes Bild gibt’s die holländische Version von Milchglasscheiben, dass niemand ins Bad sehen kann!

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Mittwoch, 27. Oktober 2010
Amsterdam
Dieses Wochenende hatte ich endlich mal die Gelegenheit die Hauptstadt der Niederlande zu besichtigen. Ums gleich vorweg zu nehmen, es war legen-där! Samstag morgens um kurz vor sieben (manche auch kurz nach sieben) Uhr versammelte sich die Gruppe Auserwählter, die ein Ticket für die Wochenend-Exkursion ergattern konnten vorm Groninger Hauptbahnhof, um in aller Frühe mit dem Bus nach Amsterdam zu fahren.

Nach einer etwa zweistündigen Busfahrt machten wir kurz Halt an unserem Hostel, dass aus zwei Segelboten bestand, um unser Gepäck dort abzulegen. Dann gings per pedes Richtung Innenstadt, wo wir eine Bootstour durch die Kanäle von Amsterdam starteten. Leider war das Wetter den ganzen Tag äußerst bescheiden, so dass die Sicht durch die Scheiben nicht die Allerbeste war. Danach wurden wir zur nächsten Sehenswürdigkeit von Amsterdam geführt: Dem Rotlichtbezirk, der mitten in Amsterdam liegt und in dem sich zwei Kirchen befinden. Man bekommt den Eindruck, dass der Rotlichtbezirk als aller Erstes da war und Amsterdam einfach drumrum gebaut wurde. So tummeln sich Menschen aller Nationalitäten (und Altersgruppen) dort, von Kleinkindern im Kinderwagen über im Schnitt 12-jährige Schulklassen, bis hin zu älteren Herrschaften, die sich kaum noch auf den Beinen halten können.
Danach hatten wir erstmal ein paar Stunden Freizeit, um die Stadt auf eigene Faust zu erkunden, bevor wir uns abends wieder zum Essen in einer Pizzeria trafen, von wo aus wir ins Amsterdamer Nachleben stürzten. Zunächst war es echt schwer eine Bar zu finden die nicht völlig überlaufen war und wir waren froh nach halbstündiger Suche etwas gefunden zu haben. Allerdings stellten wir nach einer Weile fest, dass es in der kompletten Kneipe keine einzige Frau gab, außerdem wurde an der Wand nicht etwa Bier oder Schnaps angepriesen, sondern der Prosecco des Hauses. Also beschlossen wir nach 2 Bierchen die Lokalität doch wieder zu wechseln und landeten diesmal in einer Whiskeybar, in der man was-weiß-ich-wie-viele verschiedene Whiskeysorten zur Auswahl hatte.

Während einige aus meiner Gruppe dann beschlossen sich eine Peepshow anzuschauen beschloss ich die Möglichkeit wahrzunehmen, von unserem Bus abgeholt zu werden und mich direkt vor der Haustür absetzen zu lassen. Nachdem ich auf unserem Boot angekommen war erlebte ich allerdings eine etwas unangenehme Überraschung. Meine Kajüte hatte etwa einen m² + Stockbett.

Dennoch hatte ich eine im unteren Bett eine ganz angenehme Nacht, ganz im Gegensatz zu meiner „Mit-Ölsardine“, der auf dem oberen Bett einige Unannehmlichkeiten erdulden musste, (Undichtes Fenster, von dem es auf ihn tropfte, sowie mein klingelndes Handy, das mich allerdings nicht aus meinem Dornröschenschlaf geweckt hat.) weswegen er gegen 5 Uhr morgens beschloss in den Frühstücksraum umzuziehen. (Was mich ebenfalls nicht geweckt hat).
Am nächsten Morgen begrüßte uns – O Wunder – die Sonne, die sich aber recht schnell wieder hinter Regenwolken versteckte.

Danach folgte das Highlight des Trips: Der Besuch des Heinecken Museums. Falls ihr mal nach Amsterdam kommt, das ist ein absolutes Muss, besonders natürlich für die Biertrinker, auch wenn drei Freibier morgens um 11 nicht gerade zum allgemeinen Wohlbefinden beitragen, wenn man am Tag vorher unterwegs war.
Danach gabs noch einen 10 Euro Verzehrgutschein für das „La place“, wo man zwischen vielen verschiedenen Leckereien wählen konnte, (so lecker, dass man mit 10 Euro nicht so wirklich hinkam) um diese dann auf einer Dachterrasse mit Blick aufs Buffet zu genießen.


So das war mein legendäres Wochenende in Amsterdam, von der ich mich erst mal ne Weile erholen musste. Jetzt wartet erstmal die erste Klausurphase auf mich, bis zum nächsten Beitrag wird’s also wohl ne Weile dauern.

Ziens

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Montag, 18. Oktober 2010
R.I.P.

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Mittwoch, 6. Oktober 2010
Studeren in Groningen
So nach dem ich jetzt ne Weile zu faul war was zu schreiben, erzähl ich heute was über die Uni und wie der Studienalltag hier so aussieht. Hier erst mal ein Bild wie die Uni aussieht:

Oben seht ihr den Zernikecomplex, in dem meine Fakultät (Faculteit Economie en Bedrijfskunde) und ab nächstem Jahr die Biologen untergebracht sind. Außerdem sind hier alle Sportstätten von Tennishallen über Fussballplätze, bis hin zu Schwimmbädern vorhanden.
Unten ist das Hauptgebäude der RUG das sogenannte Academiegebouw. Dort finden auch Vorlesungen statt, hauptsächlich von der psychologischen Fakultät.

Nachdem ihr jetzt wisst wie es hier aussieht versuch ich mal zu erklären wie der Studentenalltag in Holland so abläuft. Zuerst einmal habe ich „netto“ viereinhalb Stunden Vorlesung die Woche und sonst nichts! Montags, Mittwochs und Freitags jeweils anderthalb Stunden mit jeweils einer viertel Stunde Pause dazwischen. Kurz gesagt der perfekte Stundenplan für gemütliche Menschen. Ein paar Haken hat das ganze aber dann doch. Zum einen sind Hausaufgaben üblich (das nervt ich dachte ich wäre raus aus der Schule), die jeder für sich anfertigen muss, zum anderen muss (oder sollte) man viele Sachen selbst nachlesen, wie z.B. wissenschaftliche Paper, außerdem muss man hier sehr oft so genannte assignments schreiben und präsentieren. Das Lustige ist, dass ich trotz der wenigen Zeit, die ich tatsächlich an der Uni verbringen muss wesentlich mehr lerne als in Deutschland. Dennoch hat man noch genügend Zeit sich außerhalb des Studiums zu amüsieren. Man kann hier zum Beispiel für 39 Euro ein halbes Jahr lang alle Sportstätten nutzen und es gibt wirklich alles was man sich vorstellen kann! Ich hab mittlerweile auch mal bei den Handballern vorbeigeschaut, was an sich sehr lustig war, allerdings gilt hier absolutes Harzverbot, wodurch meine Schulter noch mehr Probleme macht als sowieso schon. Wer keinen Sport mag kann an einer der zahlreichen Exkursionen der ESN teilnehmen, ich werde zum Beispiel in drei Wochen ein Wochenende in Amsterdam verbringen und muss mich weder um den Transport noch um die Verpflegung kümmern.

Tot ziens mijn vrienden

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Freitag, 17. September 2010
ESN-Introduction-Week
So nachdem ich jetzt endlich mein eigenes Zimmer im Zentrum von Groningen bezogen habe, werd ich euch etwas über die Einführungswoche für Erasmus-Studenten erzählen. Freitags ging es los mit einer City-Tour durch Groningen, in deren Rahmen man sich ein „billiges“ Fahrrad kaufen. Ich bin echt froh, dass ich meins aus Deutschland mitgebracht habe. Hier bezahlt man für den letzten Schrott-Rost-Haufen 80 Euro aufwärts. Oder man kauft ein geklautes für 10 Euro, was jedoch nicht ganz ungefährlich ist, wenn man erwischt wird kostet der Spaß 250 Euro und man bekommt einen „criminal record“, sprich man ist vorbestraft. Jedenfalls wurden wir in Gruppen zu je 12-15 Personen eingeteilt und ich hatte das Glück eine ziemlich bunt gemischte Gruppe zu erwischen, bestehend aus je einem Brasilianer, Albaner, Rumänen, Italiener, Nigerianer, je einer Deutschen, Irin, Französin, Ukrainerin, Belgierin und zwei Spanierinnen. Unser Brasilianer hat dann gleich die Gunst der Stunde genutzt und sich das erste Fahrrad seines Lebens gekauft und hatte deshalb den ganzen Abend Panik zu besoffen zum heimfahren zu sein. („I can't even drive when I'm sober“) Nach der City-Tour gings dann zu unseren beiden guides Nena und Naomi, die für uns kochen sollten. Na ja kochen war wohl nicht so ihr Ding, also gabs lecker selbstbestellte Hackbällchen und Fritten. Fairerweise muss man sagen ich hätte auch nicht für 15 Leute kochen wollen. Der männliche Teil unserer Gruppe hatte sich vor dem Essen im Albert Heijn ne Kiste Grolsch gekauft, so dass jeder von uns 4 Bier hatte, was völlig ausreichend war auch wenn sich die Anderen vorher nicht so sicher waren: „You're from Germany? Perhaps we should buy a little more beer!“ Spätestens als die anschließende Kneipentour begann war ich echt froh „nur“ 4 Bier gehabt zu haben, denn unsere beiden guides „We love booze!!!“ waren wild entschlossen alle 10 Bars in denen uns ein kostenloser Shot zustand in möglichst kurzer Zeit abzuklappern. Das Ende vom Lied war natürlich, dass alle schon bei der Hälfte ziemlich gut dabei waren. Die Mädels kämpften sich von Shot zu Shot durch, lediglich die Irin beschwerte sich: „These shots taste like juice“ Der Brasilianer schwankte zwischen Fahrrad schieben oder besser gleich stehen lassen, der Albaner war der Meinung er muss unbedingt nach Deutschland, weil ein bier bzw biertje hier in holland nur 0,2-0,25 Liter hat. Der Italiener, dessen Englisch nicht berauschend ist verlor seine Fremdsprachenkenntnisse völlig und versuchte verzweifelt Nena, einen unserer guides anzubaggern, was schwierig war, weil alles was er noch sagen konnte war: „I crazy“ Der Nigerianer lachte nur noch und ich konnte unseren Rumänen mit meinen Rumänischkenntnissen beeindrucken: Sutch bulla, was soviel heißt wie L....m.....Sch.... (das war übrigens auch der einzige deutsche Satz den er konnte) und Bista Matti, was das auf deutsch heißt ist aber echt nicht druckreif...
Am nächsten Tag ging es dann glücklicherweise für unsere Gruppe erst um 14 Uhr mit Workshops weiter, wo man sich drei Workshops aussuchen konnte. Ich hatte Dutch History (sehr lustig) Dutch Quiz und Café lingue, wo man jeweils fünf Minuten jemanden gegenüber saß, dem man dann ein paar Brocken Deutsch beibrachte und der Andere einem etwas in seiner Sprache. Ich hatte Dänisch, Griechisch, Türkisch, Holländisch, Gälisch! Finnisch und Chinesisch. Allerdings kann ich mich nur noch an Chinesisch erinnern, weil das die letzte Runde war. Danach gings weiter in einen kleinen Club in dem eine Impro-Comedy-Show stattfand und wo es anschließend ein großes Buffet gab.
Am nächsten Tag war dann Sport angesagt und unsere Gruppe erwies sich als wahres Dream-Team, wir gewannen sowohl beim Fußball als auch bei Volleyball, Basketball, Hockey und Frisbee. Lediglich beim Tauziehen zogen wir den Kürzeren, was allerdings auch daran lag, dass wir drei zierliche Mädels dabei hatten (unsere französische Geschichtsstudentin wog etwa 40kg) während unsere Gegner nur ein Mädchen hatte, die aber schwer nach osteuropäischer Gewichtheberin aussah. Unser Albaner stellte außerdem fest: „Of course we lost, you don't need brain for this game“ Den anschließenden Salsa-Kurs ließen die meisten von uns aus, da niemand an Duschzeug gedacht hatte. So gings eben abends wieder auf die Piste, diesmal zu einem Karaokeabend. Außerdem spielten zwei ganz gute Coverbands. (Die jedenfalls wesentlich besser waren, als einige der Karaokedarbietungen)
Am nächsten Tag begannen die ersten Vorlesungen, so dass sich dass Programm auf einen kurzen Niederländischkurs und eine anschließende Dutch-Party beschränkte, die ich allerdings verpasste, weil mir im Hostel jemand meine restliche Kohle geklaut hatte und ich noch kein Konto hier hatte und wie ihr wisst gilt: „Money makes the world go round!“
Dienstags waren wir dann ins Groninger Kino „Pathé“ eingeladen, und bekamen den Film „Verrückt nach dir“ gezeigt, den unser Albaner nach 5 Minuten verließ („Oh no a girl movie“). Nachdem ich mir 50 Euro geliehen hatte (Danke Simon) fand mittwochs dann noch die Final Party im „Kokomo Beach“ statt. Von der kann ich mangels Erinnerung nix erzählen, muss also „gezellig“ gewesen sein :).
Wie das hier mit dem Studieren (Ja, deswegen bin ich eigentlich hier) läuft schreib ich wenn ich wieder Lust hab zu schreiben, das war jetzt auch eigentlich viel zu lang.
Ich gönn mir jetzt noch ein Heinecken, in diesem Sinne:

Proost kameraad

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Donnerstag, 9. September 2010
Welcoming Ceremony
Nachdem ich nach 30 Minuten Suche mein Fahrrad endlich wiedergefunden hab (ein Bier gestern muss schlecht gewesen sein) und zur Unibib geradelt bin, schreib ich trotzdem heute was über die Welcoming Ceremony hier in Groningen, da ab morgen bis Montag Sandra zu Besuch kommt und ich in der Zeit besseres zu tun hab als euch auf die Nerven zu fallen ;)
Am 1. September um 10 Uhr gings los in der Martinikerk, dem bekanntesten Bauwerk hier in Groningen, wobei es sich eher um einen Dom handelt denn um eine Kirche. Ich hab am Anfang ziemlich viele Fotos gemacht, die werd ich hier auch bei Gelegenheit mal reinstellen. Die Leute hier machen ein ziemlich grosses Tra-ra um die international students. Also hat jeder der in Groningen irgendwie einen Posten hat erstmal ne Rede gehalten der Bürgermeister, der Rektor, die ESN-Prasidentin, der Kirchenchor hat gesungen und so weiter. Als das ganze ziemlich langweilig zu werden drohte kam ein Prof auf die Bühne, der aussah wie leibhaftig aus einem Harry-Potter-Roman entsprungen und sorgte Gott sei Dank fur etwas Abwechslung.
Zuerst einmal fand dieser uns alle sehr seltsam, da wir so blöd gewesen seien hier nach Groningen zu kommen, wo wir doch zu Hause sein könnten Freunde und Familie hätten und uns um nichts kümmern müssten.
Dann erklarte er uns, dass unser Aufenthalt sich in drei Phasen gliedern lasse. Die erste sei die ''phase of euphoria" in der man alles toll findet. Alles ist irgendwie neu und viel besser als zu Hause. Man kann jeden Abend ausgehen, muss aber aufgrund der riesigen Auswahl nirgendwo zweimal hin. Die Luft ist gut, weil alle mit dem Fahrrad fahren und last but not least die etwas laxe Drogenpolitik.
Dann folgt die ''phase of resignation": Alles ist irgendwie kacke, man vermisst Familie und Freunde, ständig regnet es und egal in welche Richtung man mit dem Rad fährt "the wind is always in your face" Dann steht man nachmittags im strömenden Regen an der Bushaltestelle und versucht verzweifelt sich mit 500 anderen Studenten in einen Bus fur 50 Leute zu quetschen, den man garnicht brauchen würde, wenn einem nicht gestern abend das Fahrrad vorm Pub geklaut worden wäre!
Glücklicherweise folgt dann die dritte Phase, in der man lernt die Vorteile zu genießen und die Nachteile zu ignorieren.
Nach dieser Belehrung ging es weiter zum Academy Building, dem Hauptgebäude der Universität, das ich gerade durchs Fenster der Bibliothek betrachten kann. Dort gabs dann was zu Essen und Live-Musik, sowie viele Infostande. Ausserdem gabs eine kostenlose holländische SIM-Card und man konnte sich für die ESN-Introduction-Week anmelden deren gestriger Abschlussparty ich meine Kopfschmerzen zu verdanken habe.
Jetzt noch alles über die Introduction-Week zu erzählen dauert mir jetzt zu lang, ich muss dringend in den Supermarkt Aspirin und ein Glas Gurken kaufen (das beste Mittel gegen Kater)!

Eet smakelijk
Fabs

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Mittwoch, 8. September 2010
The Dutch way of toilet flushing

Wie hier deutlich zu sehen verwenden die Niederländer eine ähnliche Technik beim spülen, wie die Argentinier. Allerdings ist diese Variante so innovativ und futuristisch, dass ich mit meinen beschränkten technischen Fähigkeiten leider nicht in der Lage war sie in Gang zu setzen, obwohl ich mit meinem Arm bis zum Ellenbogen in der Schaltzentrale war, um dort etwas zum ziehen, drücken oder drehen zu finden. Scheinbar werden hier ganz neue Wege der Technik eingeschlagen.

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Mittwoch, 8. September 2010
Die ersten Eindrücke in Groningen
Hallo Leute,

Inspiriert von Ulis fabelhaftem Blog über seine Zeit in Argentinien (wer den noch nicht kennt sollte unbedingt http://cordobaargentinien.blogger.de besuchen) hab ich beschlossen euch auch von hier aus mit einem Blog zu belästigen!
Eigentlich wollte ich gerade schlafen gehn aber da ich in einem Hostel wohne, indem einer meiner roommates so ohrenbetäubend schnarcht, dass an Schlaf ohnehin nicht zu denken ist hab ich beschlossen meinen ersten Beitrag eben jetzt zu schreiben.
Zuerst ein paar langweilige Zahlen: Groningen hat 180.000 Einwohner, davon 50000 Studenten und davon 5000 international students aus 131 Ländern (ich hab schon jemand von den Faröer Inseln getroffen!), wobei ich nicht sicher bin ob das nur die Erasmusstudenten sind oder ob die Studenten, die ihr ganzes Studium hier verbringen (vornehmlich Psychologie-Studenten aus Deutschland, da es hier keinen NC gibt) inbegriffen sind.
Auf Grund der großen Zahl an Bars und Pubs werde ich nicht in der Lage sein alle zu besuchen - selbst wenn ich jeden Abend eine andere besuche!!!
Die letzte Zahl mit der ich euch jetzt langweile ist die Anzahl der jährlich gestohlenen Fahrräder in den Niederlanden: 900.000!!! Da ich mein Fahrrad aus Deutschland mitgebracht habe, das im Vergleich zu anderen Fahrrädern in sehr gutem Zustand ist, habe ich auf Anraten zahlreicher Ortsansässiger ein zweites stabileres Schloss gekauft. Man sollte mindestens zwei haben. Manche Leute haben auch einfach 3-5 Fahrräder, um immer eins auf Lager zu haben.
Da mein schnarchender Freund seine Lautstärke zumindest vorrübergehend stark gesenkt hat (was immer noch ziemlich laut ist) werde ich jetzt versuchen noch etwas zu schlafen, um Morgen fit für meine Vorlesung zu sein.
Über Vorlesungen und die sensationelle Introduction Week, die morgen mit einer gigantischen Party endet schreib ich das nächste Mal.

Tot ziens
Fabs

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